Nächstes Thema... Religion/Glaube
By patrick on Apr 26, 2009 | In Diskussionsforum
Nachdem wir uns bereits über die Ernähungshaltung in unserem Projekt menschlicher Zukunft unterhalten haben, und zu dem Schluss gekommen sind, dass der einzelne Mensch seine Ernährung idealerweise im Sinne der Gemeinschaft, aber eben doch (so weit möglich) selbst und individuell bestimmen sollte, widmen wir uns nun doch dem zweiten Thema, das bereits zur letzten Diskussionsrunde angeschnitten wurde: Religion und Glaube in der Gemeinschaft von Morgen.
Hier ein paar Gesprächsauszüge (im Sinne des Zusammenhangs teilweise gekürzt):
Dagmar: Die Idee des Kibbutz, als Gemeinschaft, in der jeder tut, wozu er in der Lage ist, und untereinander eigentlich kein Geld-Verkehr stattfindet, die hat mich immer fasziniert.
Jedoch ist dies eine Lebensform, die durch besondere Lebensumstände erschaffen wurde, und der eine gemeinsame Religion zugrundelag.
Harald: Religion verstehe ich vor allem anderen als Problem, da in fast allen Religionen die Hingabe (Unterwerfung) an einen oder mehrere Götter gefordert wird. Dies ist m.E. die Wurzel der weithin sichtbaren Orbigkeitshörigkeit als kulturelles Problem. Denn Religion fördert die Idee des allmächtigen Führers und Erlösers und bewirkt in der Folge bei vielen ein Gefühl der Nichtzuständigkeit (Verantwortung nicht selbst übernehmen).
Patrick: Ein "Glaube" an sich mag nicht grundsätzlich falsch oder unproduktiv im Sinne des "eigenständigen Wesen" sein, aber er birgt die Gefahr, sich selbst herabzuwerten, und seine "Gruppe" heraufzuheben.
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Am Ende sind alle nur "Fans" ihres Dogmas, ohne dies hinterfragen zu müssen/wollen
Christian: Glauben auch etwas mit Werten zu tun.
Wie wir z.Zt. beobachten können, krankt unsere Gesellschaft, hier bei uns an einem Wertemangel.
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Also, der Stärkere, ( nicht der Klügere) gewinnt! Derjenige der rücksichtslos mit seiner Umwelt umgeht. Wir können das jetzt so schön verkleiden, wie wir wollen.
Dann hat die Thematik einen philosophischeren Charakter bekommen.
Generell also noch einmal die Frage in direktem Bezug auf unsere Zukunftsgemeinschaft:
Wäre ein „Glaube“ für die gemeinschaftliche und individuelle Entwicklung vorteilhaft und förderlich, und welche Form von Glauben (der möglichst frei von Dogmen sein sollte – also fällt z. B. auch der „Verweigerungs- Atheismus“ weg) könnte dies sein?
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