| « Militärschlag geplant? - Spekulationen um israelischen Angriff im Iran | Die Piratenpartei strebt mit Macht in den Bundestag » |
Unternehmen fehlt Geld - Kreditklemme trifft NRW-Firmen
Link: http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/728597/Kreditklemme-trifft-NRW-Firmen.html
Kommentar auf RP-Online (www.rp-online.de), Erwiderung zu den Kommentaren von "GoGobal" und "Helldeu":
Liebe GoGlobal und Halldeu,
ich habe lange Zeit in Berlin gelebt und selbständig gearbeitet. Wenn Berliner Firmen (im Medienbereich, Druckvorstufe etc.) z.B. in Hamburg oder in München Waren oder Dienstleistungen bestellt haben, dann war meist Vorkasse gefragt, weil Berliner Firmen für ihre notorische Zahlungsunwilligkeit bekannt waren. Was den Punkt offene Rechnungen betrifft, könnten Sie durchaus beide Recht haben, es kommt eben darauf an WO man tätig ist.
Soweit es den Senat von Berlin betrifft, kann ich aus persönlicher Erfahrung nur GoGlobal bestätigen, das mag im Westen ebenfalls anders sein.
Was den Drang ins Ausland betrifft: ALLE die über Unabhängigkeit verfügen, also ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung, erwägen den Wegzug oder haben ihn bereits vollzogen! Ein Trend, den es nicht nur in Deutschland gibt. Wir gehen nicht mehr an der Urne wählen, wir machen es wie die ehemaligen DDR-Bürger, wie stimmen mit den Füssen ab...
Ich sage dazu auf Anfragen immer: WENN ich schon in einer Bananenrepublik leben muss, dann bitte in einer, in der dieselben auch wachsen!
An meiner grundsätzlichen Kritik an quantitativem Wachstum als übermächtigen Erfolgsmaßstab und Krediten zur Ermöglichung dieses (vermeintlichen) Wachstums, das eben doch nur Rohstoff- und Zeitverschwendung, sowie Inflation schafft, ändert aber weder die Frage ob die öffentliche Hand zahlt oder ob Menschen ins Ausland abwandern etwas.
Wir benötigen einen Paradigmenwechsel, aber darüber darf in Deutschland nicht einmal diskutiert werden! Wenn man das tut, wird man vom versammelten Establishment, allen voran von den Meinungsmedien, als Kommuninist, Spinner und Utopist beschimpft, der von Wirtschaft und Staat keine Ahnung hat. Klar. Kein Wunder also, daß man von Entscheidern zu dem Thema absolut nichts hört.
Trotzdem wirds krachen, wenn wir nicht zügig umlenken. NACH dem nächsten Weltkrieg, der ja bereits schwelt, jedenfalls wird es den Überlebenden richtig dreckig gehen, da werden kein Marschallpläne oder Care-Pakete kommen, nur Plünderer und Kannibalen, und wer darauf spekuliert danach wieder so weitermachen zu können wie zuvor, irrt gewaltig, denn verbrauchte Resourcen sind für lange, lange Zeit weg und der Krieg wird die letzten Vorkommen ebenfalls vernichten.
Nach dem Knall kommt der Umschwung zwangsweise, warum also können wir, die wir ja so gerne mit unserer Intelligenz prahlen, nicht ohne unbeschreibliches Leid durchleben zu müssen, daß tun, was richtig ist?!