Archiv für: Juli 2009, 08
Kommentar: Deutschland ist nicht islamfeindlich, Herr Köhler!
Juli 8th, 2009Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 9:
(dort wird gerade munter beleidigt, was das Zeug hält, d.h. dieser Kommentar wird wahrscheinlich weiter "nach vorne" wandern)
"Deutschland ist ein Land mit einer pluralistischen Gesellschaft, deren Stärke eben diese hinzugewonnene Vielfalt ist. "
Ohne Ironie: es tut gut dies hier, auf Welt Online, zu lesen, wo ich solche Sätze bisher eher vergebens gesucht habe.
Deutschland ist allerdings, und da sollte man sich nichts vormachen, nur auf dem Papier eine tolerante und pluralistische Gesellschaft. Nach 8 Jahren "Kampf gegen den Terror" denkt doch sofort jeder bei dem Begriff "Terrorist" an rauschebärtige, frauenfeindliche, lebensmüde Moslems mit Sprenggürteln und Teppichmessern. Das weiße, christlich geprägte Deutschland ist zu erheblichen Teilen islamfeindlich, daran kann kaum ein Zweifel bestehen.
Das für sich alleine, ist allerdings kein Grund zur Aufregung, denn das Recht etwas abzulehnen, ist Teil der Demokratie und Voraussetzung für Pluralismus.
Die entscheidende Frage dabei ist doch: In welcher Weise ÄUßERT sich die Ablehnung?
Gehen viele Deutsche mit Gewalt gegen Muslime vor? Nicht, daß ich wüßte.
Wer z.B. den Kiez in Neukölln (Berlin) kennt, weiß daß das eher umgekehrt vorkommt. Wobei diese Gewalt mehr ein kulturelles Mißverständnis ist, denn weltanschaulicher Konflikt.
Bisher ist sowohl seitens der Muslime als auch seitens anderer, Gewalt von wenigen Einzelnen ausgegangen. Die Ereignisse im Dresdener Landgericht sind ein Beispiel dafür.
Aber wenn wir wollen, daß es in Zukunft anders wird, empfehle schön weiter Benzin ins Feuer zu gießen...
So viel Geld haben die Deutschen im Portemonnaie
Juli 8th, 2009Link: http://www.welt.de/finanzen/article4076208/So-viel-Geld-haben-die-Deutschen-im-Portemonnaie.html
Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 15:
Die Deutschen sind sicher bei Neuerungen weniger enthusiastisch als die US-Amerikaner, und wer das tägliche Leben normaler Leute hier und dort vergleicht, wird wohl zu dem Schluß kommen müssen: Das ist auch gut so!
Wenn Banken oder irgendein Wirtschaftsunternehmen ein neues Produkt anbieten, dann ist doch klar, daß das nicht aus Nächsten- sondern aud Geldliebe geschieht. Mit anderen Worten: das betroffene Segment unseres Lebens wird teurer. Der sparsame Deutsche weiß das und hält sich zurück.
Dazu kommt, daß man im Perfektionswahn, z.B. daß Zahlen mit Girokarte im Supermarkt derart verlangsamt hat, daß den Barzahlern der Blutdruck steigt, wenn mal wieder ein Kreditkartenjongleur oder die "Dame des Hauses" die Karte zum Bezahlen eines 6,70 Euro Einkaufs zückt.
Ich glaube daß es nicht, wie im Artikel behauptet, Unwissen der Deutschen ist, daß sie veranlaßt z.B. die Geldkartenfunktion ihrer Girokarte nicht zu benutzen, sondern berechtigtes, mangelndes Vertrauen.
Durch das Zahlen mit Karte ändert sich nämlich der Vorgang grundsätzlich. Mit Bargeld greife ICH in MEINE Börse und zähle SELBER ab, wieviel Geld ich ausgebe. Ich sehe direkt, physisch, wie sich die Geldmenge dabei ändert. Beim Zahlen mit Karte, wird der Zahlungsempfänger zum Zahlungsnehmer, der VERDECKT einen Betrag aus einer unsichtbaren Mengen herausnimmt.
Da kann man durchaus nervös werden, denn wie es um die Seriösität der Banken bestellt ist, haben sie ja erst jüngst wieder eindrucksvoll bewiesen...