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Kommentar: Deutschland ist nicht islamfeindlich, Herr Köhler!
Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 9:
(dort wird gerade munter beleidigt, was das Zeug hält, d.h. dieser Kommentar wird wahrscheinlich weiter "nach vorne" wandern)
"Deutschland ist ein Land mit einer pluralistischen Gesellschaft, deren Stärke eben diese hinzugewonnene Vielfalt ist. "
Ohne Ironie: es tut gut dies hier, auf Welt Online, zu lesen, wo ich solche Sätze bisher eher vergebens gesucht habe.
Deutschland ist allerdings, und da sollte man sich nichts vormachen, nur auf dem Papier eine tolerante und pluralistische Gesellschaft. Nach 8 Jahren "Kampf gegen den Terror" denkt doch sofort jeder bei dem Begriff "Terrorist" an rauschebärtige, frauenfeindliche, lebensmüde Moslems mit Sprenggürteln und Teppichmessern. Das weiße, christlich geprägte Deutschland ist zu erheblichen Teilen islamfeindlich, daran kann kaum ein Zweifel bestehen.
Das für sich alleine, ist allerdings kein Grund zur Aufregung, denn das Recht etwas abzulehnen, ist Teil der Demokratie und Voraussetzung für Pluralismus.
Die entscheidende Frage dabei ist doch: In welcher Weise ÄUßERT sich die Ablehnung?
Gehen viele Deutsche mit Gewalt gegen Muslime vor? Nicht, daß ich wüßte.
Wer z.B. den Kiez in Neukölln (Berlin) kennt, weiß daß das eher umgekehrt vorkommt. Wobei diese Gewalt mehr ein kulturelles Mißverständnis ist, denn weltanschaulicher Konflikt.
Bisher ist sowohl seitens der Muslime als auch seitens anderer, Gewalt von wenigen Einzelnen ausgegangen. Die Ereignisse im Dresdener Landgericht sind ein Beispiel dafür.
Aber wenn wir wollen, daß es in Zukunft anders wird, empfehle schön weiter Benzin ins Feuer zu gießen...