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So viel Geld haben die Deutschen im Portemonnaie
Link: http://www.welt.de/finanzen/article4076208/So-viel-Geld-haben-die-Deutschen-im-Portemonnaie.html
Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 15:
Die Deutschen sind sicher bei Neuerungen weniger enthusiastisch als die US-Amerikaner, und wer das tägliche Leben normaler Leute hier und dort vergleicht, wird wohl zu dem Schluß kommen müssen: Das ist auch gut so!
Wenn Banken oder irgendein Wirtschaftsunternehmen ein neues Produkt anbieten, dann ist doch klar, daß das nicht aus Nächsten- sondern aud Geldliebe geschieht. Mit anderen Worten: das betroffene Segment unseres Lebens wird teurer. Der sparsame Deutsche weiß das und hält sich zurück.
Dazu kommt, daß man im Perfektionswahn, z.B. daß Zahlen mit Girokarte im Supermarkt derart verlangsamt hat, daß den Barzahlern der Blutdruck steigt, wenn mal wieder ein Kreditkartenjongleur oder die "Dame des Hauses" die Karte zum Bezahlen eines 6,70 Euro Einkaufs zückt.
Ich glaube daß es nicht, wie im Artikel behauptet, Unwissen der Deutschen ist, daß sie veranlaßt z.B. die Geldkartenfunktion ihrer Girokarte nicht zu benutzen, sondern berechtigtes, mangelndes Vertrauen.
Durch das Zahlen mit Karte ändert sich nämlich der Vorgang grundsätzlich. Mit Bargeld greife ICH in MEINE Börse und zähle SELBER ab, wieviel Geld ich ausgebe. Ich sehe direkt, physisch, wie sich die Geldmenge dabei ändert. Beim Zahlen mit Karte, wird der Zahlungsempfänger zum Zahlungsnehmer, der VERDECKT einen Betrag aus einer unsichtbaren Mengen herausnimmt.
Da kann man durchaus nervös werden, denn wie es um die Seriösität der Banken bestellt ist, haben sie ja erst jüngst wieder eindrucksvoll bewiesen...