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Steuerlast - Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht
Link: http://www.welt.de/wirtschaft/article4118272/Der-staatliche-Raubzug-gegen-die-Mittelschicht.html
Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 47:
"Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben."
Dieser Satz ist so falsch wie er unanständig ist. Er ist aber symptomatisch für das verkürzte Weltbild derer, die plötzlich bemerken, das die Strasse bis an den Gartenzaun reicht und der Jahreswagen inzwischen 4 Jahre alt wird.
Wer sind denn diese Wenigverdiener? Sind das nicht hauptsächlich die, die vor 10 Jahren das untere Einkommensspektrum der von Herrn Clauss gefeierten Mittelschicht stellten? Und WARUM sind die inzwischen nicht mehr im Klub? Aus Faulheit vielleicht? Weil es Spaß macht aus dem Haus mit Garten in eine 2-Zimmerwohnung in Brennpunktlage zu ziehen? Weil es spaßig ist sich dem Spießrutenlauf in den Ämtern und "Agenturen" auszusetzen? Eher weniger...
Die deutsche Mittelschicht hat über Jahrzehnte in eiteler Selbstüberschätzung stets genau diejenigen gewählt, die im Auftrag der Banken und aller möglichen Interessengruppen dafür gesorgt haben, daß sie selbst verarmt. Aber statt den Finger auf die Schuldigen zu richten, z.B. die Banken und ihre Helfershelfer in der Regierung, die Lobbyisten, die die Tätigkeit des Politikers ausschließlich so verstehen, daß es darum geht Steuereinnahmen in private Wirtschaft fliessen zu lassen und sich selbst, die viel zu lange dachten "wird schon gut gehen", sind natürlich wieder die Schuld, die sich ohnehin nicht wehren können: die "Wenigverdiener". Das ist m. E. einfach nur armselig und feige.