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Das solare Paradoxon
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Kommentar auf MMNews zu gleichnamigem Artikel,
und den Kommentaren des Autors und "Atlantiklösung":
Ich kann mir schwerlich etwas dümmeres vorstellen, als den Meeren Energie zu entziehen. Wer es eilig hat mit der Ausrottung der Menschheit sollte unbedingt diesen Weg gehen. Der totale Zusammenbruch der Nahrungsketten wäre die Folge. Genauso "schlau" ist die Geothermie. Handgebaute Katastrophen...
Wir benötigen einen Paradigmenwechsel der Gesellschaft, der sich am einfachsten mit dem Satz "Abschied vom Wachstumswahn" umschreiben läßt. Selbst die flächendeckende Erschliessung der Sonnenenergie (Wärme, nicht Photovoltaik oder dergleichen) wird nur dann einen nachhaltig positiven Effekt auf die Lebensbedingungen der Menschen haben, wenn wir gleichzeitig die Menge der "verbrauchten" Energie drastisch reduzieren.
Dazu muß Schluß sein, mit der Konsumgesellschaft und dem Diktat der Kapitalisten. Die größte Herausforderung dabei stellt weder die Technik noch das Kapital dar, sondern die bislang von allen mittels Konsum erfolgreich verdrängte Frage nach dem Sinn. Wir können nicht länger von Gipfel zu Gipfel stürmen, nur weil wir zu feige sind, uns selbst in die Seele zu sehen und ein Häufchen Windhunde Vergnügen am Geldstapeln findet...
Was die CO2 Diskussion betrifft, so gelten auch hier alle oben genannten Beobachtungen. Die Frage ob es die von Menschen verursachten Emissionen sind, die einen Klimawandel bewirken, oder andere, bislang wenig oder nicht verstandene Faktoren entscheidend sind, werden wir wahrscheinlich erst beantworten können, wenn es zu spät ist und wir die 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten nicht mehr ernähren können.
Trotzdem bedarf es sicher nur durchschnittlicher Intelligenz um erkennen zu können, daß das Anreichern der Atmosphäre, also auch unserer Atemluft, mit CO2 und anderen, direkt gefährlichen, Stoffen durch industrielle und persönliche Emissionen kaum im Interesse unserer Gesundheit und damit unserer Zukunft sein kann. Darüberhinaus, alle berechtigten Zweifel am IPCC Klimamodell in Betracht ziehend, gibt es ein einfaches Bild, das verdeutlicht wie dramatisch der Eingriff des Menschen ist: wir werden in wenigen Jahrzehnten den größten Teil allen CO2s und anderer Komponenten fossiler Substanzen, die sich über Jahrmillionen abgelagert haben in die Atmosphäre und die Ozeane freigesetzt haben. In Bezug auf den Zeitmaßstab, ist die Freisetzung eindeutig explosionsartig, auch wenn sie aus der Perspektive eines Menschenlebens vielleicht eher schleichend erscheint. Aber wir leben halt nicht besonders lange, als Individuen. Wie schlau ist es, anzunehmen diese explosionsartige Freisetzung von CO2 und anderem bliebe folgenlos???
Selbstverständlich ist der Emissionshandel ein völlig untaugliches Instrument, denn es bedeuted nichts anderes, als daß sich die Reichen die Verschwendung von den armen erkaufen. Dabei erinnert das ganze stark ans Papiergeld, weil die Regierungen meist die Emissionspakete selbst definieren, den "Wert" also sozusagen aus verpesteter Luft schneiden...
Es ist nicht einfach, aber wir sollten uns schnellstens mit der Frage beschäftigen, was menschliches Leben in der Summe ausmacht, was es lebenswert und zukunftsfähig macht. Und während wir uns mit diesen Fragen beschäftigen, sollten wir mit dem Konsum- und Wachstumswahn Schluß machen, denn daß ist der Weg, der wahre Energieeinsparungen und Emissionsreduktion ermöglicht.
Herr Lebek