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Welt.de:
"Friedensnobelpreis geht an Barack Obama"
Link: http://tinyurl.com/yzux67z
Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentarseite 36:
Bisher hat man angenommen, daß man, um einen Nobelpreis zu bekommen, etwas geleistet haben muss. Wer z.B. einen Nobelpreis für Chemie bekommt, muss in Sachen Chemie Leistungen vorweisen können. Damit nicht genug, die Leistung muß Bedeutung für die ganze Chemie haben, etwas Neues sein, bahnbrechend...
Die Frage muß darum gestattet sein, an welcher Stelle Herr Obama etwas bahnbrechendes für den Frieden geleistet hat? Selbst bei wohlwollender Betrachtung dürfte es schwerfallen, etwas zu finden.
Man spricht wieder mit Iran? Das ist, in der zivilisierten Welt, selbstverständlich, dafür gibt es sogar Begriffe: Diplomatie, ist einer davon.
Man hat die Israelische Regierung angeraunzt? Das haben schon andere vorher gemacht, mit dem selben Erfolg. Die Ignoranzbarriere atomar bewaffneter Hardcore-Zionisten kann auf diese Weise sicher nicht übersprungen werden.
Und das war schon die "Haben"-Seite. Im "Soll" bleibt u.a. festzustellen, daß man gerade eben mal wieder dem Iran mit Krieg gedroht hat, der Krieg in Afghanistan ausgeweitet wurde, der Rückzug aus Irak nicht stattgefunden hat und die Lager in der Schweinebucht weiterhin bestehen.
Ein paar, im Ton, freundliche Reden, machen noch lange keinen Nobelpreisträger.
Mit dieser Wahl wird nicht Herr Obama auf-, sondern der Nobelpreis abgewertet. Eine der gröbsten Fehlentscheidungen in der Geschichte der Preisverleihungen.