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Steuerlast - Der staatliche Raubzug gegen die Mittelschicht

Juli 15th, 2009

Link: http://www.welt.de/wirtschaft/article4118272/Der-staatliche-Raubzug-gegen-die-Mittelschicht.html

Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 47:

"Diese Wenigverdiener sind es nämlich, die das Gemeinwesen mit ihren Wohlstands- und Versorgungserwartungen in den Bankrott treiben."

Dieser Satz ist so falsch wie er unanständig ist. Er ist aber symptomatisch für das verkürzte Weltbild derer, die plötzlich bemerken, das die Strasse bis an den Gartenzaun reicht und der Jahreswagen inzwischen 4 Jahre alt wird.

Wer sind denn diese Wenigverdiener? Sind das nicht hauptsächlich die, die vor 10 Jahren das untere Einkommensspektrum der von Herrn Clauss gefeierten Mittelschicht stellten? Und WARUM sind die inzwischen nicht mehr im Klub? Aus Faulheit vielleicht? Weil es Spaß macht aus dem Haus mit Garten in eine 2-Zimmerwohnung in Brennpunktlage zu ziehen? Weil es spaßig ist sich dem Spießrutenlauf in den Ämtern und "Agenturen" auszusetzen? Eher weniger...

Die deutsche Mittelschicht hat über Jahrzehnte in eiteler Selbstüberschätzung stets genau diejenigen gewählt, die im Auftrag der Banken und aller möglichen Interessengruppen dafür gesorgt haben, daß sie selbst verarmt. Aber statt den Finger auf die Schuldigen zu richten, z.B. die Banken und ihre Helfershelfer in der Regierung, die Lobbyisten, die die Tätigkeit des Politikers ausschließlich so verstehen, daß es darum geht Steuereinnahmen in private Wirtschaft fliessen zu lassen und sich selbst, die viel zu lange dachten "wird schon gut gehen", sind natürlich wieder die Schuld, die sich ohnehin nicht wehren können: die "Wenigverdiener". Das ist m. E. einfach nur armselig und feige.

Posted in Welt-Online

Jahrhundert-Projekt Wüstenstrom bedroht deutsche Solardächer

Juli 14th, 2009

Link: http://www.welt.de/wirtschaft/article4113029/Wuestenstrom-bedroht-deutsche-Solardaecher.html

Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 15:

Bereits 1895 ging in Budapest das erste Dampfkraftwerk in Betrieb, das bedeuted nichts anderes, als das wir seit 114 Jahren ohne Sinn und Verstand fossile Brennstoffe zur Produktion von elektrischem Strom VERSCHWENDEN.
Wir könnten längst eine saubere, "elektrische" Gesellschaft haben und würden Erdöl hauptsächlich in der Chemie benötigen, nicht aber zum Transport oder - völlig wahnwitzig - zur Stromerzeugung.

Ein Vorstoß wie "Desertec" ist daher grundsätzlich nur zu begrüßen.

Trotzdem gilt es eine Reihe entscheidender Fragen zügig zu klären. Unseren Energiebedarf mit Hilfe der Sonne zu decken ist, soweit heute erkennbar, ohnehin der beste Weg für die Zukunft, bei einem räumlich so konzentrierten Projekt jedoch, stellt sich die Frage des thermischen Einflußes auf die lokale und davon weiterhin beeinflußte Atmosphäre - dazu habe ich bisher noch nichts gelesen.

Die hier ebenfalls wiederholt gestellte Frage nach der geostrategischen Weisheit, Europa in eine neue Anhängigkeit von instabilen, despotischen Regimen zu führen, ist nicht nur willkommene Munition für Gegner des Projekts, sie ist vor allem eine berechtigte Frage, die an mehr rührt, als nur Energiepolitik.

Ein paraller Ausbau von DEZENTRALER, möglichst PRIVATER alternativer Energiequellen in Europa, wird durch Projekte wie "Desertec" jedenfalls nicht überflüssig, sondern im Gegensatz, aufgrund der geopolitischen Gegebenheiten, umso dringender.

Posted in Welt-Online

Werte-Dialog - Vom Glauben an einen ethischen Kapitalismus

Juli 10th, 2009

Link: http://www.welt.de/politik/deutschland/article4084384/Vom-Glauben-an-einen-ethischen-Kapitalismus.html

Leserkommentare auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel:

"Gregor" meint:
"Auf dem Foto* sieht man zwei Wohlstandsbürger, die auf der Fettsuppe des Kapitalismus schwimmen und auch noch bestens davon Leben, diesen zu verteufeln. Das ist die wahre Größe unserer Demokratie."
* Bishof Huber und Kardinal Lehmann, grinsend; die Red.

"Pro West" glaubt:
Wohlstand gibt es weltweit ausschließlich in kapitalistischen Ländern, gleichzeitig gibt es in ausnahmslos allen kapitalistischen Ländern Wohlstand. Warum also immer wieder diese Debatte? Wenn wir heute einen moralisch hochüberlegenen - sagen wir mal: Anarchokommunismus einführen, liegt das Land morgen in Schutt und Asche. Wenn wir einen Sozialismus einführen, passiert dasselbe später - passieren wird es aber doch.

Wer gegen den Kapitalismus wettert, er funktioniere nicht immer völlig reibungslos, macht sich kein Bild über die Alternativen. Mit dem gleichen Argument kann ich mich beim Fährmann beschweren, dass das Schiff bei Seegang schaukelt.

"Joe" bemerkt:
Evangelische Landeskirche Oldenburg verzockt 4,3 Millionen Euro anKirchensteuergeldern bei Lehmann Brothers.
Es ist klar, daß die, die Wasser predigen und Wein trinken zum elitären Kreis derer gehören, die sich Kirchensteuern via Finanzamt eintreiben lassen.

"Kapitalismus? Wo?" sagt:
Kapitalismus? Wo ist denn hier Kapitalismus. Ich sehe nur von staatlichen Gelddruckmaschinen befeuerte Oligarchien.

Der Staat druckt (Dollar, Euro, Yuan, Yen, ....), reicht es an die Banken, die geben (versenken) es (nach Abzug der Boni) - vervielfältigt per System - weiter an: Subprimes, wirtschaftlich schwache Schwellenländer (Argentinien), noch schwächere Volkswirtschaften in der Groß-EU (Estland, Bulgarien, ....). Alles unter Vereinnahmung von Tantiemen. So werden die Banken dann im Gegenzug die Finanzierung von Wahlversprechen auf Kosten der Folgegeneration bereitstellen (HRE, systemrelevante Banken).

Jede Parte, jeder Politiker weiß nun, dass die Banken ihn unterstützen. Das wiederum setzt den Wähler in die Lage, eine Partei zu wählen, die ihm (jedem die seine) mehr verspricht, als derzeit erarbeitet wird. Und das tut er dann auch.

Das also ist die derzeitige Wirtschaft, Oligarchien schachern sich die Gelder zu - auf Kosten des Volkes, welches unter den Oligarchien diejenige wählt, welche ihm am meisten (jedem das seine) verspricht.

Und was ist nun Kapitalismus?

"Paolo Pinkel" behauptet:
Die ehemalige Kirchenbank Accredo (Nürnberg) wurde vor einigen Jahren mit der Kirchenbank in Kassel zwangsfusioniert. Der damalige Aufsichtsratvorsitzende, der Finanzleiter der evangelischen Kirche aus München, fuhr jeden Freitag von München nach Nürnberg zur Sitzung mit den beiden Vorständen, natürlich auf Bankkosten. Danach fuhr er weiter nach Zirndorf zur Familie.Trotz dieser engen Aufsicht klatschte die Bank an die Wand. Die beiden Geschäftsführer wurden abgesetzt, der Aufsichtsratvorsitzende blieb im Amt, da er die Rückendeckung des Bischofs hatte. Etliche Arbeitsplätze gingen durch die Fusion verloren.
Deshalb haben die Kirchen nicht das Recht, mit erhobenem Finger auf die bösen und blöden Bänker zu zeigen.

Yvonne Walden erläutert:
"Christentum" und "Arbeiterbewegung" sind Gegensätze wie Feuer und Wasser. Schließlich waren es die beiden Großkirchen, die bis ins 19. Jahrhundert hinein an der Unterdrückung mitbeteiligt waren. "Befreiung und Glück" sollte es erst im fernen Himmelreich geben, so die Kirchenoberen.
Wenn sich die Kirchenoberen jedoch heute immer noch als "schlechte Arbeitgeber" zeigen und sogar gewerkschaftliche Aktivitäten (innerhalb der katholischen Kirche) strikt ablehen, spricht dies Bände !
Da helfen dann auch keine beschwichtigenden Worte der Bischöfe oder sogar des Papstes. "An den Taten sollt ihr sie messen", steht auch irgendwo in der Bibel. "Gute Taten" sind auch bei den Kirchenoberen nicht an der Tagesordnung, deshalb lassen sich die meisten Menschen von den "schönen Worten" eines Bischofs Huber oder eines Papstes Ratzinger kaum beeindrucken oder überzeugen.

Posted in Welt-Online

Behörden - Tausende Ex-Stasi-Spitzel im öffentlichen Dienst

Juli 9th, 2009

Link: http://www.welt.de/politik/deutschland/article4086811/Tausende-Ex-Stasi-Spitzel-im-oeffentlichen-Dienst.html

Kommentar auf Welt Online (welt.de) zu gleichnamigem Artikel,
ursprünglich auf Kommentar Seite 23:

Es ist ganz sicher nicht akzeptabel, ehemalige Staatssicherheitsmitarbeiter an irgendeiner Stelle zu beschäftigen, die mit innerer Sicherheit, Polizei oder Justiz zu tun hat. Das Gerede von den "Hausmeistern" und "Schreibkräften" können sich diejenigen, die diese Personen weiterhin im Staatsapparat beschäftigen wollen ruhig sparen, denn die meisten Menschen werden ohnehin nicht glauben, daß dieser Personenkreis besonders groß ist.

Allerdings, wenn wir uns schon einmal des Themas annehmen, dann sollten wir auch gegen die ehemaligen und die neuen Nazis bei Polizei und anderen Sicherheitsbehörden vorgehen.

Vorausetzung zur Ausübung solcher Tätigkeiten, muß die Verfassungstreue sein. Sie ist der einzige Maßstab, den wir anlegen können. Das bedeuted aber auch, daß man nach all den Jahren das tatsächliche Verhalten, im Hinblick auf Verfassungskonformität, zur Grundlage der Beurteilung von Ex-StaSi-Leuten, Ex-Nazis und anderen machen muß. Wir dürfen, nach der langen Zeit des Wegsehens, diesen Leuten nicht einfach unbegründet den Boden unter den Füßen wegziehen, denn die Versäumnisse liegen in der Vergangenheit: diese Personen hätten niemals eingestellt oder verbeamtet werden dürfen.

Trotzdem dürfte es illusionär sein, anzunehmen diese Angelegenheit könnte eine sachgerechte Behandlung erfahren, immerhin leben wir in Zeiten, wo DDR Blockflöten und mutmaßliche StaSi-Spitzel Bundeskanzlerin sind und die größten Verfassungsfeinde als Chef durch das Innenministerium rollen...

Posted in Welt-Online

CDU-Wirtschaftsflügel für neue Gespräche

Juli 9th, 2009

Link: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/670347

Quelle: sueddeutsche.de, Bild, dpa
Kommentar zu gleichnamiger Meldung auf "SZ"

Hat sich die deutsche Politik noch nicht lächerlich genug gemacht? "Krisengipfel" im Kanzleramt etc.? Das letzte Wort haben ohnehin die Amerikaner (wie immer), auf Deutschland kommt einzig die Frage zu ob wir sofort oder später zahlen wollen. Eine Angelegenheit die für alle, die sich damit im Wahlkampf profilieren wollen, ziemlich viele Risiken und Nebenwirkungen enthält.

Wenn man jedoch von Berlin aus Einfluß nehmen könnte, würde ich empfehlen die Chinesen in die Wüste zu schicken. Die chinesische Führung zeigt ja gerade aktuell wieder, wie sie es mit Verträgen und Gesetzen hält. Sollte jemand versehentlich auf sein Demonstrationsrecht bestehen, kommt halt das Militär. Was also sollte uns glauben machen, man würde sich in Beijing an Abmachungen mit GM, Opel oder der Bundesregierung gebunden fühlen?

Ich würde der Süßholzraspelei der Chinesesn jedenfalls keinen Glauben schenken. Wir haben uns mit den Chinesen einen neuen "Bully", zusätzlich zu USA und Russland, herangezüchtet, wir täten gut daran ihn nicht noch größer werden zu lassen.

Posted in sued-deutsche.de, Verschiedene

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